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Kommunikation und Umgang

Menschen mit Demenz haben krankheitsbedingt eine andere Wahrnehmung. Sie können sich nicht mehr an ihre Umgebung anpassen.
Der Alltag klappt leichter, wenn man folgende Regeln beachtet:

  • Blickkontakt herstellen
  • kurze und klare Sätze verwenden
  • nicht auf Fehler hinweisen (Die betroffene Person hat in ihrer Wahrnehmung recht und kann krankheitsbedingt die andere Sichtweise nicht verstehen) Mit dem Fortschreiten der Erkrankung brauchen Menschen mit Demenz mehr Orientierung und Unterstützung.

Hilfreich ist:

  • Ein gleichbleibender und überschaubarer Tagesablauf (strukturiert)
  • Anbringen von Hinweisschildern an Türen und Gegenständen
  • gut erkennbare Uhren und Kalender nutzen
  • Vereinfachen von Handlungen, wie zum Beispiel den Tisch decken durch Unterteilung in einzelne Schritte
  • Hilfestellungen geben, wenn Ihnen und Ihrem erkrankten Angehörigen jemand Bekanntes begegnet, indem Sie die Person vorstellen „ Ach da ist ja Frau …….“

Verändertes Verhalten

Im Krankheitsverlauf kann es auch zu Situationen mit herausforderndem Verhalten kommen. Zum Beispiel, weil die erkrankte Person eine Situation anders wahrnimmt, falsch versteht oder auch frustriert ist, weil ihr etwas nicht gelingt.
Wichtig ist:

  • ruhig zu bleiben und Ruhe auszustrahlen, das Verhalten ist Ausdruck der Erkrankung und keine Böswilligkeit
  • zu versuchen, den Auslöser für das Verhalten herauszufinden, um es in Zukunft zu vermeiden
  • in manchen Situationen kann die Person abgelenkt und das Thema gewechselt werden Sinnvolle Tätigkeiten und Beschäftigungen helfen, besser miteinander im Alltag zu leben.

Wichtig ist, dass die erkrankte Person Spaß hat und nicht überfordert wird, weil dies sonst zu Konflikten führt. Familie, Freunde und Verwandte sollten über die Erkrankung und den richtigen Umgang informiert werden. Bitten Sie um Unterstützung. Die Pflege ist leichter und findet länger zuhause statt, wenn die Last auf mehrere Schultern verteilt wird.
Informieren Sie sich über Entlastungsmöglichkeiten, wie Pflegedienste, Tagespflege oder Betreuungsdienste. Diese werden zum Teil von der gesetzlichen Pflegeversicherung bezahlt.