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Vorsorge treffen

Im Verlauf einer Demenz-Erkrankung können die Erkrankten keine rechtlichen Entscheidungen mehr treffen. Ehepartner und Kinder können in Deutschland nicht automatisch für die Erkrankten entscheiden. Wer entscheiden darf, ist durch eine Vorsorgevollmacht oder eine rechtliche Betreuung geregelt.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine Person einen Angehörigen oder einen anderen vertrauenswürdigen Menschen bestimmen, der Entscheidungen treffen soll, wenn die Person es selbst krankheitsbedingt nicht mehr kann. Eine Vorsorgevollmacht ist nur dann gültig, wenn man zum Zeitpunkt der Erstellung geschäftsfähig ist. Im frühen Stadium einer Demenz liegt die Geschäftsfähigkeit meist noch vor.

Betreuung

Wenn keine Vorsorgevollmacht vorhanden ist, muss eine rechtliche Betreuung beim lokalen Betreuungsgericht angeregt werden. Das Gericht überprüft die Notwendigkeit einer Betreuung und bestellt einen (rechtlichen) Betreuer, wenn dies notwendig ist. Dies kann auch ein Angehöriger sein.

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist wichtig, um in lebensbedrohlichen Situationen auch im Sinne der erkrankten Person handeln zu können, wenn diese selbst nicht mehr Auskunft geben kann. In der Patientenverfügung formuliert er oder sie Wünsche für die medizinische Behandlung, zum Beispiel hinsichtlich einer künstlichen Ernährung oder auch Beatmung. Der Patient muss bei der Erstellung geschäftsfähig sein.